Maßnahmen zur Reduzierung von Covid-19 2020 bei Kerry

Unternehmen: Kerry in Kleinheubach bei Miltenberg, Bayern
Autoren: Joska Kulcsar Kerry Ingredients GmbH; Philipp Dickmann lepros GmbH

Kerry ist Weltmarktführer für Nahrungsmittelzusatzstoffe und Aromen. In der aktuellen Situation sind durch die Corona-Krise deutlich gestiegene Bedarfe zu bewältigen. In diesem Produktsegment hat die Umstellung von der Belieferung an die Gastronomie auf die Lebensmitteleinzelhändler sehr gut funktioniert. Um nur mehr 1-2 Mal in der Woche zum Einkaufen gehen zu müssen, kaufen die Endverbraucher jedoch größere Mengen und damit geht auch eine Puffererhöhung einher. Ebenso ist der Trend erkennbar, sich bei haltbaren Lebensmitteln einen Vorrat aufzubauen.

Bei Kerry folgende Themen umgesetzt:

Ein Playbook für Infektionen wurde von der Holding erstellt: Kerry zeichnet sich durch eine sehr direkte, unkomplizierte sowie hemdsärmelige Philosophie aus und hat daher sehr frühzeitig reagiert. Weil auch Werke in China davon betroffen waren, wurde dies sehr ernst genommen und weltweit sehr konsequent mit gleichen Maßnahmen reagiert. Im Januar wurde als Sofortmaßnahme ein Kerry Playbook für Infektionen erstellt. Genauere Infos über die Inhalte können gerne auf Anfrage mitgeteilt werden.


Konkrete Maßnahmen die hier klar geregelt werden:   

  1. Quarantänesimulationen in allen Kerry-Werken, d.h. es wird ein Krisenfall durchgespielt, für den Fall dass ein Erreger gefunden würde. Ziel: Möglichst professionell agieren, um möglichst sicher und schnell die Produktion wieder anlaufen zu lassen.
  2. „Potentiell besonders gefährdete Mitarbeiter“ wurden sofort auf unbestimmte Zeit in Homeoffice geschickt. D.h. Personen, die eine Krankengeschichte aufweisen, bei der durch Corona ein besonderes Risiko entsteht, z.B. Personen mit Diabetes, Herz- oder Krebserkrankungen oder geschwächtem Immunsystem.
  3. Jeder Mitarbeiter in einem Raum – das wurde durch konsequentes Homeoffice, extreme Gruppensplittungen und ein günstiges Gebäudelayout, bzw. die Unternehmensstruktur erreicht.
  4. Mindestabstand 2 Meter je Person bei persönlichen Kontakt auf dem Firmengelände.
  5. Jeder der länger als 2 Minuten den Mindestabstand von 2 Metern unterschritten hat wird zwei Wochen intern in Quarantäne geschickt.
  6. Maskenpflicht im Unternehmen für alle Mitarbeiter. Auch die Geschäftsführung geht seit Wochen mit gutem Vorbild voran.
  7. Schulung und Trainings im professionellen Umgang mit Masken, Schutzausrüstung und Desinfektion. Es ist zu beachten, dass die eventuell verunreinigten Hände oder Masken beim Ausziehen und Händewaschen nicht den Reinbereich, bzw. das Gesicht kontaminieren.
  8. Homeoffice - auch die Geschäftsführung. In diesen Tagen sind Geschäftsführer oder Eigentümer besonders eingespannt und notwendig, da viele Themen sowie Eskalation erstmals gelöst werden müssen. Homeoffice bedeutet zudem eine höhere Belastung, da die Arbeit über Telefon und Bildschirm ca. 20-30 % weniger effizient ist. (Telefon besetzt, Funklöcher, Missverständnisse, Videokonferenzsystem belegt, man fliegt raus oder extrem langsam, etc.). Andererseits setzen diese Führungsspitzen das Unternehmen einem hohen Risiko aus, wenn sich nicht an die Regeln gehalten wird.
  9. Masken wurden bereits im Januar für die Belegschaft beschafft. Das regelmäßige Desinfizieren im Unternehmen wurde festgelegt. Da es sich um einen Lebensmittelkonzern handelt, ist Desinfektion und Hygiene ein grundsätzlich gut geregeltes Thema und der Umgang trainiert.

Schlusswort:

Kerry profitiert in dieser Zeit von den im Lebensmittelbreich generell höheren Anforderungen und den eingespielten Abläufen bei Hygiene und Desinfektion. All diese Maßnahmen haben natürlich das Ziel, die Mitarbeiter vor Infektion und deren schlimmen Auswirkungen möglichst gut zu schützen. Gleichzeitig verhindert dieser professionelle Umgang mit dem Thema wirtschaftliche Schädigungen weitestgehend und ist daher auch ökonomisch höchst sinnvoll.

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